Ich höre wieder wie ein Luchs

Mit den Jahren wird man besonnener und weiser. In vielen Fällen allerdings auch etwas schwerhörig. Wie kann man dieses Problem in den Griff bekommen, um zu hören wie ein Luchs?

Dass unser Gehör mit den Jahren etwas nachlässt, bedeutet nicht nur, dass wir schlechter hören als zuvor. Es bedeutet auch einen Einschnitt in unseren Alltag und unser Sozialleben. Denn wer schlecht hört, fühlt sich häufig von der Umwelt ausgeschlossen und zieht sich zurück. Zu unangenehm ist es, in einer geselligen Runde dem Gesprächsthema akustisch nicht mehr folgen zu können. Andauernd nachzufragen, was der/die andere sagte, will man schließlich auch nicht. Doch das sind nicht die einzigen Probleme, die mit einer Hörminderung einhergehen.

Ein gutes Gehör erhöht unsere Lebensqualität und schützt vor Risiken!

Immer mehr Menschen leiden an einer Hörminderung

Wer schlecht hört, fühlt sich nicht nur oft gehemmt oder ausgeschlossen, sondern setzt sich Risiken aus. So hört man Warnsignale wie das Hupen von Autos oder Zügen nicht mehr so gut oder schätzt Gefahren und Entfernungen falsch ein. Daher kommt es vermehrt zu Unfällen. In den letzten Jahren ist eine stetige Zunahme an Menschen mit einer Hörminderung zu erkennen. Einerseits ist es eine natürliche Entwicklung, da wir schließlich immer älter werden und so Hörprobleme quasi vorprogrammiert sind. Andererseits ist es die zunehmende Lärmbelastung, die das Problem der Schwerhörigkeit mit sich bringt. Doch auch viele weitere Ursachen können zu einer Hörminderung führen:

  • Hörminderung als Begleiterscheinung einer Erkrankung: Für Hörprobleme kann unter anderem eine Gehörgangsentzündung verantwortlich sein. Besonders häufig kommt es nach dem Baden zu diesen Beschwerden. Heilt die Gehörgangsentzündung ab, bessert sich das Hörvermögen im Regelfall zeitnah wieder.

  • Ein Pfropf kann den Gehörgang blockieren: Ein Pfropf entsteht, wenn sich Ohrenschmalz verfestigt. Die Schallwellen können infolgedessen nicht mehr Richtung Innenohr durchdringen. Vorsicht: Mit den Jahren bildet sich immer schneller ein Pfropf, da das Ohren­schmalz trockener wird. Auch das Tragen eines Hörgerätes kann die Entstehung eines Pfropfs begünstigen. Selbiges gilt für die Verwendung von Ohrenstöpseln.

  • Trauma: Ein lauter Knall kann unser Hörorgan unmittelbar schädigen. Meist kommt es direkt nach dem Knall zu stechendem Ohrschmerz mit plötzlicher Hörminderung.

  • Dauerhafte Lärmbelastung: Menschen, die über einen längeren Zeitraum Lärm ausgesetzt sind, entwickeln oft früher oder später Hörbeschwerden. Meist setzen diese schleichend ein und können von einem Tinnitus begleitet sein.

  • Altersschwerhörigkeit: Der natürliche Alterungsprozess beeinträchtigt das Innenohr und führt dazu, dass mit den Jahren das Hörvermögen stetig sinkt. Oftmals sind es nicht die Betroffenen selbst, sondern Freunde und Angehörige, die diese schleichende Entwicklung als Erste erkennen.

Eine Hörminderung erfordert eine Expertise

Um Hörbeschwerden zu lindern, ist es in erster Linie wichtig, die Ursachen zu erforschen. Häufig ist dies auch heutzutage noch immer eine große Herausforderung für Mediziner. Das Ohr ist eines der komplexesten Organe, und viele Ursachen können für die Hörminderung verantwortlich sein. Ist ein Pfropf für den Hörverlust verantwortlich, gibt es in Ihrer Apotheke Ohrensprays oder Tropfen, die dank spezieller Öle die Ohrmuschel reinigen und verhärtetes Ohrenschmalz (Pfropf) lösen. Das Ohr kann daraufhin mit Wasser ausgespült werden, und innerhalb kürzester Zeit hat sich das Hörvermögen wieder gebessert.
Diesen Vorgang können Sie problemlos selbst durchführen. Wenn Sie allerdings plötzlich auf einem Ohr schlechter oder gar nichts mehr hören und eventuell auch Schwindel verspüren, muss rasch ein Arzt aufgesucht werden. Selbiges gilt für stechende Schmerzen, Hörprobleme und Tinnitus, die nach einem lauten Knall im Ohr auftreten. Eine akute Lärmschwerhörigkeit benötigt sofortige Therapie, um das Hörvermögen möglichst wiederherzustellen.

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