Mutter und kleines Kind kuscheln im Schnee. Hautprobleme im Winter

Manche Menschen lieben die Winterzeit, anderen wiederum läuft bereits ein kalter Schauer über den Rücken, wenn sich das Thermometer in Richtung Gefrierpunkt bewegt. Unter den Leidtragenden befindet sich jedenfalls unsere Haut, denn Kälte und trockene Heizungsluft setzen ihr zu!

Wenn die Haut unangenehm spannt, brennt und juckt, bringt es die Betroffenen beinahe zur Verzweiflung. Man will sich einfach nur kratzen, um dem Juckreiz irgendwie Einhalt zu gebieten. Besonders Kinder können dem Drang sich zu kratzen kaum widerstehen. Doch in Wahrheit bringt das Kratzen wenig Positives mit sich. Höchstens für kurze Zeit fühlt man sich etwas befreit, doch Vorsicht, denn durch zu heftiges kratzen schädigt man seine Haut und macht sie für Krankheitserreger noch anfälliger. Hinzu kann es zu offenen Wunden kommen, die Narben hinterlassen können. Hält der Juckreiz über Wochen an, sprechen Mediziner von einem chronischen Juckreiz. Dieser kann verschiedenste Ursachen haben, angefangenen von Allergien, über Erkrankungen, wie Neurodermitis, äußere Einflüsse, wie Kälte, bis hin zum weit verbreiteten Juckreiz aufgrund einer trockenen Haut.

Bereits der Kontakt mit Kälte kann zu Beschwerden führen

Besonders schwierig ist die kalte Jahreszeit für jene Personen, bei denen alleine schon der Kontakt mit Kälte zu Juckreiz und Quaddeln auf der Haut führt. Bei dieser Reaktion auf die Kälte wird umgangssprachlich gerne von einer Kälteallergie gesprochen. Auch wenn die Beschwerden die gleichen sind wie bei einer Allergie, handelt es sich um keine echte Allergie, sondern im Regelfall um eine sogenannte Kälteurtikaria. Meist treten die Symptome im jungen Erwachsenenalter auf, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Am häufigsten entstehen Hautirritationen und Juckreiz jedoch aufgrund von trockener und dadurch deutlich empfindlicherer Haut.

Hautirritationen aufgrund trockener Haut

Da die Talgproduktion der Haut bereits ab einer Temperatur von 8 Grad Celsius nachlässt, stellt die Winterzeit eine besondere Belastung für unsere Haut dar. Sinkt die Talgproduktion, verliert unsere Haut rasch wertvolle Feuchtigkeit und trocknet schneller aus. Hinzu kommt, dass wir uns im Winter häufig in überhitzten Innenräumen aufhalten und es dadurch zu einer stärkeren Wasserverdunstung auf unserer Hautoberfläche kommt. Als Folge treten juckende, gerötete und entzündete Stellen auf. Zu Beginn gerne an Schienbeinen, Ellbogen oder Unterarmen. Denn dort sitzen die wenigsten fettproduzierenden Talgdrüsen. Auch das Gesicht und die Hände, die den niedrigen Temperaturen und der trockenen Heizungsluft häufig schutzlos ausgeliefert sind, sind besonders leidtragend. Doch auch andere Körperpartien können von Hautirritation und Juckreiz betroffen sein – vor allem dann, wenn man seine Haut nicht ausreichend und konsequent schützt.

Stärken Sie Ihre Hautbarriere, damit der Juckreiz gelindert wird

Wenn sich Juckreiz bemerkbar macht, sollte man schnell reagieren. Wichtig ist es, dass die Schutzfunktion der Haut wiederaufgebaut und stabilisiert wird. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte unserer Haut unterstützt und der Juckreiz somit nachhaltig gebessert. Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen verzichten viele Betroffene bewusst auf cortisonhaltige Cremes und setzen auf natürliche Produkte. Als natürliche Mittel gegen den Juckreiz gelten unter anderem das Mandelöl und der Wirkstoff Alpha-Bisabolol (Hauptwirkstoff der Kamille). Mandelöl ist ein schonendes, jedoch sehr effektives Naturprodukt gegen Hautrötungen und Juckreiz. Es ist reich an Vitaminen und eignet sich aufgrund seiner rückfettenden Substanzen besonders bei trockener Haut. Dadurch kann der Juckreiz gemildert werden und Entzündungen heilen ab. Die Blüten der Kamille wirken hingegen antibakteriell, lindern so den Juckreiz und beruhigen die Haut.

Hautirritationen verschwinden leider nur in den seltensten Fällen von heute auf morgen, daher ist etwas Geduld gefragt. Bis der Juckreiz und Entzündungen endgültig besiegt sind, können durchaus einige Wochen bis Monate vergehen. Wichtig ist es dennoch, die Behandlung konsequent durchzuführen und nicht die Geduld zu verlieren, wenn nicht gleich der gewünschte Erfolg eintritt. Ihr Apotheker steht Ihnen mit Rat zur Seite, damit der Juckreiz bald der Vergangenheit angehört.

Hier zum Produkt: Sensicutan-Salbe

5 Tipps gegen den Juckreiz

  1. Stress vermeiden: Viele Hautprobleme und somit auch der Juckreiz sind tatsächlich auf Stress zurückzuführen. Versuchen Sie diesen u.a. durch Entspannungsübungen zu reduzieren. Bewegung hilft ebenfalls, um Stress abzubauen.
  2. Vorsicht beim Baden: Ein warmes Bad hat im Winter natürlich einen besonderen Reiz und wirkt darüber hinaus entspannend. Zu häufiges Baden kann jedoch der Haut schaden. Anstatt zu baden, empfiehlt sich gelegentlich eine Wechseldusche.
  3. Sport und Schwitzen: Sport ist auch bei niedrigen Temperaturen zu empfehlen. Wichtig ist es jedoch, auf passende Kleidung zu achten. Durch das Schwitzen verliert der Körper Flüssigkeit. Dies gilt es schnell wieder zu kompensieren.
  4. Ernährung: Neben einem ausgeglichenen Wasserhaushalt benötigt der Körper auch die richtige Nahrung für eine intakte Haut. Ausreichend Proteine und Vitamine sowie wenig Zucker stärken die Haut von innen. Fettreiche Kost ist hingegen eine Belastung und kann schnell zu Hautirritationen führen.
  5. Lüften: Vergessen Sie nicht auf das Lüften! Trockene Heizungsluft schadet der Haut, daher muss regelmäßig frische und feuchtere Luft in den Raum. Stoßlüften eignet sich besser als ein durchgehend gekipptes Fenster.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: