Aroniabeere auf weißem Hintergrund

Die Aronia, auch Apfelbeere genannt, wurde schon von den Indianern als Wintervorrat gesammelt. Und zwar nicht nur aufgrund des hervorragenden Geschmacks, sondern vor allem wegen der kraftvollen Inhaltsstoffe der blauen Beere, die den Körper vor allem in der kalten Jahreszeit stärkt.

Botanik

Die Aroniapflanze gilt als relativ anspruchslose Pflanze, die auch in Gebieten über 1000 Meter Meereshöhe gut gedeihen kann. Sie bevorzugt einen sonnigen Standort, ist selbstbefruchtend und kann daher auch als Einzelpflanze gezogen werden. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu zwei Meter. Reif ist die Aroniabeere in der Regel ab Ende August. Die Beeren müssen übrigens schnell geerntet werden, ansonsten verspeisen die Vögel diese hervorragende Frucht. Und das, obwohl sie leicht giftig ist. Die Aroniabeere ähnelt von ihrem Aussehen der Heidelbeere, besitzt eine schwarzbläuliche Fruchthülle und ein dunkelrotes Fruchtfleisch. Zu einem optischen Genuss kommt es, wenn sich die Blätter der Aroniapflanze im Herbst leuchtend rot verfärben.

Geschichte

Die Aroniabeere stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie wurde schon von den Ureinwohnern geschätzt und als Winternahrung genutzt. Denn bereits indigene Völker wussten um die gesunden Inhaltsstoffe der Aronia. Auch in östlichen und kälteren Regionen, wie in Russland, ist die Pflanze schon seit vielen Jahren sehr beliebt und weit verbreitet. Mittlerweile setzen auch hierzulande immer mehr Bauern setzen auf die Aroniabeere.
Eine weitere Besonderheit: Ihre farbgebenden Eigenschaften verliehen der Aroniabeere als Farbstofflieferant für die Lebensmittelindustrie Bedeutung.

Wirkstoffe

Die Beere enthält unter anderem die Vitamine A, B2, K und C und hat einen hohen Anteil an Flavonoiden. Das sind sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die eine antioxidative Wirkung haben. Dadurch werden die Zellen unseres Körpers vor schädlichen freien Radikalen geschützt.
Aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe haben Wissenschaft und Medizin auch schon vor Jahren ein Auge auf die Aroniabeere geworfen. So wird zum Beispiel bei Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Problemen, aber auch bei Magen-Darm-Beschwerden, Entzündungen im Körper und sogar bei Neurodermitis gerne auf die Kräfte der Beere zurückgegriffen.

Anwendung

Meist werden Produkte der Aroniabeeren in Form von Getränken eingenommen. So findet man im Lebensmittelhandel häufig Aroniabeerensaft oder Aroniatee. Besonders der Tee erfreut sich zur kälteren Jahreszeit großer Beliebtheit zum Lindern und zur Vorbeugung typischer Erkältungen. Auch Salben werden aus den Beeren hergestellt. In Apotheken finden sich ebenso eine Reihe an Produkten, die die Aroniabeere als Hauptinhaltsstoff aufweisen.

Kulinarik

Sehr beliebt ist der Aroniasaft, der häufig auch als Zutat in Milch-Shakes, Glühwein etc. serviert wird. Die getrockneten Früchte werden gerne für Backwaren verwendet.
Vorsicht: Roh genossen sind Aroniabeeren leicht giftig. Kleine Mengen sind in der Regel allerdings unbedenklich.
Wir wünschen einen guten Appetit!

Um höchste Qualität zu garantieren, haben sich die heimischen Bauern zum Verein „Aronia Austria“ zusammengeschlossen. Sie unterliegen einem Kontrollsystem, das am Aronia-Blatt auf den Produkten erkennbar ist. Das System garantiert, dass nur heimische Beeren in den Produkten verarbeitet werden.

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