Holunder - zur Stärkung des Immunsystems

Holunder – Zur Stärkung des Immunsystems

Der Holunderstrauch gilt als unglaublich vielseitige Pflanze. Glaubt man manch alten Sagen, so kann der Holunder nicht nur gegen die Grippe eingesetzt werden, sondern beschützt auch das eigene Heim vor bösen Geistern.

Botanik

Der Holunder (Sambucus) gehört zu der Familie der Moschuskrautgewächse. Von dem etwa einem Dutzend Arten sind drei bei uns heimisch. Am weitesten verbreitet ist dabei der schwarze Holunder. Die verschiedenen Holunderarten können sowohl als Sträucher als auch als kleine Bäume in unseren Gärten vorkommen. Sehr gerne siedelt sich der Flachwurzler ganz knapp an den Häusern an. Die sehr schnell wachsende Pflanze kann dabei Höhen von bis zu 15 Metern erreichen. Im Juni kann man die eleganten weißen Blüten schon aus der Ferne bestaunen und riechen. Im Spätsommer folgen dann die schwarzen Beeren, welche in rohem Zustand giftig sind.

Geschichte

Er ist schon seit vielen Tausenden Jahren ein fester Bestandteil unserer Landschaften. Bei den Germanen wurde der Holunder der Göttin Holle geweiht, die Kelten verehrten diesen Baum als heiligen Baum und die alten Griechen erkannten bereits die Heilkräfte von Holunder zum Bessern von Frauenbeschwerden. Nicht immer war der Ruf ein Guter, während einer kurzen Epoche bekam der Holunder den Beinamen „Baum des Teufels“. Heilkundige wie Paracelsus äußerten sich jedoch weitgehend positiv über die Heilwirkung des Holunders.

Wirkstoffe

Sowohl in den Holunderblüten als auch in den Holunderbeeren befindet sich eine Vielzahl an verschiedenen wirkungsvollen Inhaltsstoffen. Wertvolle Ätherische Öle und Flavanoide kommen sowohl in den Blüten als auch in den Beeren vor. In den Früchten stecken zusätzlich die wichtigen Vitamine A, B und C. Weitere Wirkstoffe sind u.a. Kalium, Fluor und Cholin.
Heilwirkung: In der Volksmedizin wird der Holunder für ein breites Spektrum an gesundheitlichen Problemen angewendet. Sehr stark verbreitet ist die Anwendung bei Husten, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Fieber. Darüber hinaus wird  auch gerne bei Rheuma und Verstopfung zu Holunder gegriffen. Ebenso wird Holunder eine blutreinigende Wirkung nachgesagt und das Immunsystem kann durch Holunder gefestigt werden.

Anwendung

Bei Grippesymptomen empfiehlt sich die Anwendung zur Inhalation. Dabei wird eine Handvoll von Holunderblüten mit kochendem Wasser übergossen. Danach ein Tuch über den Kopf geben und den Dampf inhalieren. Achtung wegen der großen Hitze! Eine andere Anwendungsart ist der Holundertee. Sowohl aus den Blüten als auch aus den Beeren (jeweils getrocknet) lässt sich der Tee gewinnen. Das Wasser muss jeweils beim Übergießen stark kochen. Ein Honig-Holunderblütengemisch macht sich auch als Badezusatz hervorragend. Die Blüten abkochen, dann mit Honig vermengen und dem Badewasser zuführen.
WICHTIG: Da der Holunder das giftige Glycosid Sambunigrin beinhaltet, müssen alle Bestandteile vor der Einnahme abgekocht werden.

Kulinarik

Am bekanntesten ist wohl der Holunderblütensirup, den es in den meisten Geschäften zu kaufen gibt. Dieser ist auch gut selbst herzustellen. Die Blüten einfach mit Wasser, Zucker und Zitronensaft vermengen und aufkochen lassen. Danach absieden und dem Sirup etwas Ruhe gönnen, damit sich der Geschmack entfalten kann. \\ Aus APOVITAL 7/2017

Markiert in:                                                                                                         

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: