Heuschnupfen: Hilfe, die Pollen sind los!

Mit dem Frühling beginnt auch die Allergiezeit und bei vielen somit die Zeit der juckenden und tränenden Augen. Was kann man tun, um die Allergiesymptome zu lindern?

Der Frühling zeigt sich vielerorts bereits von seiner besten Seite. Die Natur ist erwacht und auch uns Menschen zieht es wieder vermehrt ins Freie. Damit auch Pollenallergiker die wohl schönste Zeit des Jahres genießen können, brauchen sie eine wirksame Therapie gegen die Überreaktion des eigenen Immunsystems auf die eigentlich ungefährlichen Pollenkörner. Denn ansonsten droht ein Frühling voller geröteten und juckenden Augen. Und das wollen wir wohl auf gar keinen Fall.

Einzelne Pollenkörner reichen aus, um die Lebensqualität zu senken

Trotz der geringen Größe der Pollenkörner, sind diese leider sehr effektiv. Für manche Allergiker reichen schon einige wenige Pollenkörner aus, damit die Nase zu laufen oder das Auge zu jucken beginnt. Wie stark sich die Allergie tatsächlich bemerkbar macht, ist abhängig von der Pollenart und der „Stärke der Allergie“. Ein Beispiel zum verdeutlichen: Eine einzige Esche kann bereits ausreichen, um eine ganze Wohnsiedlung mit Pollenkörnern zu belasten. Denn ein Baum produziert eine gewaltige Anzahl an Pollen (manche Bäume Millionen Pollenkörner pro Jahr), um das Fortbestehen der Art zu sichern. Daher können die Belastungswerte auch in Städten mit wenig Bäumen durchaus sehr hoch sein. Nahezu Pollenfrei sind hingegen Gebiete in über 1.500 Meter Seehöhe.

Wie lassen sich allergische Beschwerden lindern?

Dauerhaft kann man Allergien durch eine Hyposensibilisierung entgegenwirken. Dabei wird den Patienten der allergene Stoff in kleinen Dosen per Spritze oder auch oral verabreicht. Jedoch ist hier Geduld gefragt. Die Behandlung kann sich über Jahre hinziehen. Leidet man akut an gereizten Augen ist aber schnelle Hilfe gefragt. Pflanzliche Wirkstoffe, wie Sabadill oder Augentrost, sind in der Lage Entzündungen und Reizzustände zu lindern. Viele Betroffene setzen auf die Unterstützung homöopathischer Mittel. In Ihrer Apotheke erhalten Sie dafür geeignete Produkte sowie die notwendige persönliche Beratung. Damit Sie auch zur Allergiezeit den Durchblick bewahren.


Diese Tipps helfen Ihnen, gut durch die Allergiesaison zu kommen
  • Kontaktlinsen reinigen: Sind Sie Kontaktlinsenträger, dann sollten Sie während der Pollenzeit penibel auf die Reinigung Ihrer Linsen achten.
  • Nicht die Augen reiben: Juckt es um die Augen, reibt man diese reflexartig. Darauf sollte jedoch tunlichst verzichtet werden, denn auf den Händen und um die Augen befinden sich häufig Pollenkörner, die dadurch in Richtung Schleimhaut transportiert werden.
  • Brille und Hut tragen: Brille und Hut sind zur Pollenzeit mehr als rein optische Accessoires. Die Brillen sollten jedoch auch seitlich genug Schutz vor einfliegenden Pollen bieten. Auf jeden Fall sollten Hut und Brille regelmäßig gereinigt und von den Pollen befreit werden.
  • Pollenfilter (Fenster) verwenden: Nicht nur für Klimaanlagen gibt es spezielle Filter, sondern auch für Fenster. Auch wenn diese keinen 100%igen Schutz bieten, so halten sie doch einen Großteil der Pollen ab und man kann etwas besser durchlüften.
  • Hilfe aus der Apotheke: Auch ohne „Chemiekeule“ lassen sich allergische Beschwerden lindern. Fragen Sie in der Apotheke nach geeigneten Mitteln. Wichtig: Beginnen Sie mit der Einnahme möglichst bereits vor der Pollensaison, denn der Körper braucht etwas Gewöhnungszeit.
  • Auf pflanzliche Mittel setzen: Sabadill wird für seine Wirkung bei allergischen Beschwerden, wie Schnupfen, Niesanfällen, kratzendem Hals und den typischen roten, juckenden Augen, geschätzt. Auch Augentrost wird bei vielen Augenbeschwerden gerne verwendet, wie zum Beispiel bei Reizungen oder Bindehaut- und Lidrandentzündungen.
  • Gesicht und Bart waschen: Während der Pollenzeit sollten das Gesicht und bei Männern auch der Bart nach jedem Ausflug ins Freie gewaschen werden, um die Pollenkörner zu entfernen.

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