trockene Augen

Alles im Blick behalten

Serie: Office-Krankheiten – In etwa 40.000.000 Krankenstandstage verzeichnen die Statistiker des ­Fehlzeitenreports 2015 jährlich. Die Krankheitstage aufgrund von Arbeitsunfällen gehen dabei kontinuierlich zurück, andere Erkrankungen, wie die typischen Büroerkrankungen (z.B: schmerzende Augen), nehmen zu.

Meine Augen sind müde. Sie sind gereizt, trocken, brennen und jucken. Je länger ich arbeite, umso mehr scheint sich ein Nebel über alles zu legen! Diese Klagen werden häufiger. Dr. Heilig verweist dabei besonders auf zwei stark gefährdete Berufsgruppen, Kraftfahrer und Büroangestellte: „Während langer, konzentrierter Bildschirmarbeit machen sich derartige Sehstörungen unangenehm bemerkbar. Am Arbeitsplatz Lenkrad können sie zur ernsten Gefahr werden. Feinstaub, Staub, trockene Luft etc. berauben den Tränenfilm leicht seines Glanzes.“ Und genau dieser Tränenfilm ist von größter Wichtigkeit für ein gesundes Auge, denn: „Der Tränenfilm umspült unablässig die Oberfläche des Auges, befeuchtet, schützt, bekämpft Anflug-Keime, wäscht Fremdkörper aus und schafft eine optisch perfekte, hochglanzpolierte Oberfläche“, so Dr. Heilig.

Damit diese Funktionen anstandslos funktionieren, müssen folgenden Voraussetzungen erfüllt werden:

→ dass der Lidschlag regelmäßig und in den erforderlich kurzen Abständen ‚mithilft‘,
→ dass trotz aller Reizungen am Auge nicht gerieben, gewischt und gedrückt wird und
→ dass dem Körper regelmäßig ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird.

trockene Augen - im Büro

Behindernde Faktoren

Diverse Faktoren behindern allerdings die ideale Funktionsweise der Augen. In den heutzutage modernen Großraumbüros ist ein Arbeiten ohne Klimaanlage schier unmöglich, aber genau dadurch werden die Augen zusätzlich belastet. „Die Klima-Anlagen in Räumen, im Auto und besonders im Flugzeug entziehen unbemerkt Wasser (Perspiratio insensibilis), welches dann auch in der Tränenflüssigkeit fehlt“, erörtert Herr Professor Dr. Heilig. Somit wird deutlich, dass nicht nur die viele Bildschirmarbeit eine Belastung darstellt, sondern auch weitere Faktoren wie die Luft einen gehörigen Einfluss auf unsere Augen­gesundheit haben.
Tipps gibt es unzählige, wie man derartige Augen-Probleme bestmöglich lindern kann.

Tipps von Dr. Heilig

Dr. Heilig hat für unsere APOVITAL LeserInnen das Wichtigste kurz und bündig zusammengefasst, damit ihr Büroalltag beschwerdefreier über die Runde gehen kann.
Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Auch wenn die Beschwerden nicht akut sind, empfiehlt sich die Konsultation eines Augenarztes. Teilen Sie bitte folgende Informationen mit: „Art des Monitors, seine Position, die der Arbeitsplatz-Beleuchtung, des Fensters, der Licht-Farbe und -Intensität.“ Somit kann sich der Arzt ein besseres Bild über das Arbeitsumfeld machen. Weitere Tipps: „Grell-bläuliches Licht irritiert, lenkt ab, blendet und stresst. Text-Größe, -Farbe, -Kontrast, Hintergrund etc. lassen sich via Software optimieren. Arbeits-Brille, Brillen-Art, Tönung, Kontaktlinsen sind Aprioris der Augenheilkunde“, so Dr. Heilig.
Arbeits-Pausen, Dehn-, Streck- und sonstige Übungen, bis zum Power-Nap können Körper und Augen entlasten, sollten jedoch im Vorhinein abgesprochen werden.

In Ihrer Apotheke finden Sie konservierungsmittelfreie Produkte, die Ihre Augengesundheit fördern! Lassen Sie sich beraten!   \\ Aus APOVITAL 1/2017

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