Venenleiden - Steinklee

Venenleiden natürlich lindern – Steinklee

Mit den wärmer werdenden Temperaturen treten wieder häufiger Beschwerden wie schwere oder geschwollene Beine auf. In vielen Fällen sind die Venen für diese Leiden verantwortlich. Steinklee kann für eine Linderung der Beschwerden sorgen.

Botanik


Zwischen 50 cm und 150 cm wird diese zweijährige Pflanz im Durchschnitt hoch. Die vielen Stängeln mit ihren dreizähligen Blättern geben der Pflanze ein stattliches aussehen mit. Gelbe Schmetterlingsblüten sind sozusagen das i-Tüpfelchen dieser unscheinbaren, aber dennoch bemerkenswerten Pflanze. Der Duft nach Cumarin, der mit dem trocknen der Blüten stärker wird, ist eine weitere Besonderheit dieser Pflanze, die im Hochsommer ihre Blütezeit erreicht. Einen kieseligen Untergrund hat der Steinklee besonders gerne, jedoch finden sich die Pflanzen auch neben Wegen und Straßen oder teilweise an Waldrändern wieder.

Geschichte


Bereits im Altertum wurde der Steinklee erwähnt und erlangte hohe Anerkennung als Heilkraut. Auch als Futterpflanze war der Steinklee für einige Zeit eine gern verwendete Pflanze. Aufgrund des hohen Cumaringehalts wurde jedoch wieder davon abgesehen.

Wirkstoffe


Zu den besonders Erwähnenswerten Inhaltsstoffen des Steinklees gehört Melilotin, aus dem durch eine enzymatische Spaltung Cumarin entsteht. Weitere Inhaltsstoffe sind Saponine, Flavonoide und aus den Blüten kann ätherisches Öl gewonnen werden.

Heilwirkung


Die „Haupt-Heilwirkung” von Steinklee bezieht sich auf unsere Venen. Mit Hilfe von Steinklee kann die Kapillarresistenz gesteigert und die Kapillardurchlässigkeit gesenkt werden. Auch bei der Behandlung von Hämorrhoiden wird gerne auf Steinklee gesetzt.

Anwendung


Steinklee findet sich in vielen Salben, Tropfen, Elixieren oder auch in Form eines Sprays in den Apotheken unseres Landes wieder. Als Hausmittel wird der Steinklee gerne in Form eines Tees angeboten. Zur Zubereitung einer Tasse Tee übergießen Sie zwei Teelöffel Steinkleekraut mit einer Tasse kochendem Wasser. Nach zehn Minuten sind die Inhaltsstoffe in das Wasser übergegangen und das Kraut sollte wieder entfernt werden. Die Empfehlungen, wie häufig man den Tee zu sich nehmen sollte, gehen etwas auseinander. Zwei bis drei Tassen sind ausreichend, um die Durchblutung zu fördern und somit Venenproblemen den Kampf anzusagen.
Wie bei jedem anderen Naturprodukt kann der Gehalt des Wirkstoffes teilweise sogar stark schwanken. In diesem Fall ist es der Gehalt von Cumarin. Beginnen Sie daher lieber mit einer schwächeren Mischung oder greifen Sie auf fertige Produkte zurück. Deren Wirkstoffe unterliegen weniger Schwankungen als hauseigene Mischungen. Achten Sie auf die jeweilige Packungsbeilage.

Kulinarik


Manch alte Rezepte beinhalten durchaus noch öfter Steinklee. In der modernen Küche findet man Steinkleeblüten eher nur noch als dekorative Unterstützung. Das getrocknete Steinkleeblattpulver wird gerne für Suppen als Gewürz oder auch zur Verfeinerung von Saucen verwendet. \\ Aus APOVITAL 4/2017

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