Street-Food-für-zu-Hause

Street Food schafft eine wunderbare Verbindung zwischen den Menschen und den unterschiedlichen Kulturen – nun auch als Kochbuch.

Street Food weckt Sehnsucht und Fernweh. Es erinnert an vergangene Reisen, an tolle Menschen und Begegnungen mit anderen Kulturen. Und vor allem lässt es den einmaligen Geschmack von authentischem Essen aus den verschiedenen Ländern wieder aufleben. Viel braucht man nicht, um die köstlichen Gerichte der fernen Garküchen und Straßenstände zu Hause nachzukochen: ein paar Gewürze, frische Zutaten und die Erinnerung an den letzten Urlaub. Street Food ist auch Soul Food, davon sind die Autoren ganz überzeugt.

 

Aber was ist nun Street Food? Als internationales Phänomen und Form einer Esskultur beschreibt es, was sich auf den Straßen abspielt. An Ständen, Garküchen oder Food Trucks werden überall auf der Welt die vielfältigsten Gerichte frisch zu bereitet und verkauft. Genießer sind Menschen am Weg zur Arbeit, Touristen und alle anderen, die keine Zeit und Lust haben, zu Hause zu kochen. Das Essen wird in kleinen handlichen Portionen angeboten, die sich sofort und meist ohne Besteck verspeisen lassen, serviert auf einem Pappteller, als Spieß oder eingewickelt in Teig.

 

So betrachten wir dieses neue Werk mit ganz viel Liebe und dem Geruch der Toskana in der Nase, oder den Blick auf den türkischen Bazar gerichtet. Der gebackene Apfelstrudel bringt uns wieder zurück nach Hause und wir freuen uns über dieses neue Kochbuch.

 

Piadinen mit Spinat

Die dünnen italienischen Fladen stammen ursprünglich aus Romagna in der Nähe von Bologna und können auch ungefüllt als Beilage serviert werden. Wer sie jedoch gefüllt liebt, kann seiner Kreativität freien Lauf lassen.
Padinen-mit-Spinat-Street-Food-für-zu-Hause
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ZUTATEN für 8 Piadine

Für den Teig:

500 g Mehl (Type 405), plus etwas extra

100 g Schmalz

5 g Backpulver, 10 g Salz

Für die Füllung

4-5 EL Olivenöl

2 kleine Zwiebeln (fein gehackt)

2 Knoblauchzehen (gewürfelt)

1,3 kg frischer Spinat

Salz, Pfeffer, 5 Tomaten (dünne Scheiben)

180 g geriebener Parmesan

 

Zubereitung

Das Mehl auf die Arbeitsfläche geben, in die Mitte eine große Mulde drücken. Schmalz, Backpulver und Salz hineingeben, dann nach und nach 300–350 ml Wasser zufügen und alles langsam mit den Händen in ca. 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten.

 

Den Teig in eine große Schüssel geben, mit Frischhaltefolie abdecken und 30 Minuten ruhen lassen. Anschließend in 8 gleich große Stücke teilen (à ca. 120 g) und zu kleinen Kugeln formen. Die Kugeln in eine Auflaufform legen, mit etwas Mehl bestäuben und weitere 30 Minuten gut abgedeckt ruhen lassen.

 

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten. Spinatblätter in zwei oder drei Schritten zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen, kurz durchrühren und den Topf mit einem Deckel verschließen. Den Spinat kurz zusammenfallen lassen, dann in einem Sieb abtropfen und leicht ausdrücken.

 

Eine große Pfanne (ca. 30 cm) auf den Herd stellen und vorheizen. Die Teigkugeln nacheinander zu 28–30 cm großen dünnen Fladen ausrollen. Die Fladen nacheinander, ohne Zugabe von Fett, von jeder Seite ca. 2 Minuten backen. Dann eine Hälfte der Fladen noch in der Pfanne mit Spinat, Tomaten und Parmesan belegen. Die andere Hälfte darüberklappen und die Piadine unter ein- bis zweimaligem Wenden für eine weitere Minute backen.

 

SIGARA BÖREĞI

Diese „Zigarettenstrudel” bekommt man in der Türkei an jeder Ecke.
Sigara-Böregi-Street-Food-für-zu-Hause
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ZUTATEN für 15 Stück
1 kleiner Bund Petersilie
1 kleiner Bund Dill
250 g türkischer Schafskäse

Pfeffer, Isot (türkisches Paprikagewürz),

15 dreieckige Yufka-Teigblätter

Außerdem

Pflanzenöl zum Braten, Tomatensalat

 

Zubereitung

Petersilie und Dill abbrausen, trocken schütteln und fein hacken. Den Schafskäse in eine große Schüssel geben und mit einer Gabel sorgfältig zerdrücken. Mit Pfeffer und Isot würzen, die Kräuter zufügen und alles gut vermengen.

 

Ein Schälchen mit kaltem Wasser bereitstellen. Die Yufka-Teigblätter auf der Arbeitsfläche auslegen – je nach Größe der Arbeitsfläche 3-4 Stück auf einmal. Die restlichen Teigblätter bis zur Verarbeitung in der Packung lassen, damit sie nicht austrocknen.

 

Ca. 1,5-2 TL Käsemasse auf der breiten Seite des Teigblatts verteilen. Mit den Fingern zu einer länglichen Rolle formen. Die Teigecken etwas einklappen, weiter einrollen, dabei die Spitze des Teigblatts mit wenig kaltem Wasser anfeuchten und die Sigaras vollständig einrollen. So auch die übrigen Teigblätter verarbeiten, bis alle Sigaras gedreht sind.

 

Den Boden einer großen Pfanne ca. 1 cm hoch mit Öl bedecken und langsam erhitzen. Die Teigröllchen darin in wenigen Minuten goldgelb ausbacken, dabei einmal wenden. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit einem frischen Tomatensalat servieren.

 

Frittierter Apfelkuchen mit Vanilleeis

Fritierter-Apfelkuchen-mit-Vanilleeis-Streetfood-für-zu-Hause
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ZUTATEN für 6 Portionen

Für die Vanilleeiscreme
500 ml Milch, 100 g Zucker, 1 Prise Salz

1 Vanilleschote aufgeschlitzt, 4 Eigelbe

6 EL Mandelblättchen, 2 TL Puderzucker

Für den Ausbackteig
150 g Mehl (Type 405), 2-3 EL Vollmilch
½ TL Backpulver, 2 EL Puderzucker, 1 Ei
Außerdem
4 Stücke Apfelkuchen vom Blech
1,5-2 l neutrales Pflanzenöl zum Frittieren

 

Zubereitung

Am Vortag für die Eiscreme die Milch mit der Hälfte des Zuckers aufkochen, Vanilleschote zufügen und über Nacht ziehen lassen. Am Folgetag die Milch erneut aufkochen. Eigelbe mit dem restlichen Zucker verrühren. Die heiße Milch langsam unter kräftigem Rühren durch ein feines Sieb zur Eigelbmischung gießen. Die Eismasse über einem heißen Wasserbad aufschlagen, bis sie dickcremig ist. Vollständig abkühlen lassen und dann in der Eismaschine gefrieren lassen.

 

Mandelblättchen in einer trockenen Pfanne goldbraun rösten. Die Pfanne vom Herd nehmen und die warmen Mandeln mit Puderzucker bestäuben und mit Salz würzen. Mehrfach schwenken, um den Zucker gleichmäßig zu verteilen, danach beiseitestellen.

 

Den Kuchen in kleine, mundgerechte Stücke schneiden und für ca. 15 Minuten ins Gefrierfach legen. Währenddessen für den Ausbackteig Mehl, Backpulver und Puderzucker mischen und in eine Schüssel sieben. Ei und Milch verquirlen und zur Mehlmischung geben. Alles zu einem glatten Teig verrühren.

 

Die Fritteuse oder einen großen, weiten Topf auf ca. 175 °C erhitzen. Den angefrorenen Kuchen portionsweise aus dem Tiefkühlfach nehmen, jedes Stück kurz durch den Teig ziehen, sodass es vollständig davon überzogen ist, und sofort in 2-3 Minuten goldgelb frittieren. Mit einer Schaumkelle aus dem heißen Fett nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit einer Kugel Vanilleeis und gerösteten Mandeln servieren.

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