Naturheilmittel - Rosmarin

Naturheilmittel zur ewigen Jugend? – Rosmarin

Rosmarin ist nicht nur ein beliebtes Gewürz für so manch ein mediterranes Gericht, sondern auch ein natürliches Heilmittel gegen eine Vielzahl von Beschwerden, wie Darmbeschwerden oder bei Erschöpfungssymptomen.

Botanik

Die Rosmarinsträucher betören durch einen starken aromatischen und unverwechselbaren Duft. Die Sträucher erreichen schnell eine beachtliche Größe, in freier Natur kann der Rosmarinstrauch durchaus zwei Meter hoch werden und auch ein ordentliches Volumen vorweisen. Die Äste sind mit schmalen Blättern besetzt, die an der Oberseite glänzen und an der Unterseite etwas filzig behaart sind. Die Blüten sind blau, teilweise etwas violett und befinden sich am oberen Teil der Zweige. Diese Blüten sind bei den Bienen äußerst beliebt und auch für unser Auge ein Genuss. Die Blütezeit beginnt bereits ab Ende Februar/Anfang März und dauert bis Mai. Typisches Verbreitungsgebiet für den frei wachsenden Rosmarin sind die Länder am Mittelmeer.

Geschichte

Obwohl der Weg vom Mittelmeer bis zu uns gar nicht so weit ist, fand der Rosmarin laut diversen Aufzeichnungen erst vor rund 2000 Jahren den Weg in unsere Breitenkreise. Mit den wärmer werdenden Temperaturen der letzten Jahre fühlt sich der Rosmarin von Jahr zu Jahr etwas wohler bei uns. Trotzdem sieht man den Rosmarin meist noch als Topfpflanze und nur selten in Gärten, da ein zu kalter Winter Gift für den Strauch ist. Als Heilmittel ist der Rosmarin in der Volksmedizin schon seit jeher in Verwendung. Auch Sebastian Kneipp beschäftigte sich intensiv mit dieser Pflanze, der eine Vielzahl an positiven Eigenschaften nachgesagt werden.

Wirkstoffe

Ätherisches Öl ist in den Blättern des Rosmarinstrauches zu finden. Dabei müssen die Blätter vor der Blütezeit gepflückt und schonend getrocknet werden. Die Temperatur soll 35 Grad nicht überschreiten, ansonsten wird der Geschmack flüchtig. Weitere Wirkstoffe der Pflanze sind Harze, Flavonoide, Pflanzensäuren und Saponin.

Heilwirkung

Rosmarin regt den Kreislauf an und wirkt ausgleichend auf unser Nervensystem. Aber auch bei Verdauungs- und Magenbeschwerden findet der Rosmarin gerne Anwendung. Seien dies nun Blähungen oder ein knurrender Magen, Rosmarin wirkt beruhigend. Dem Rosmarin weht auch der Ruf voraus, für ein langes und gesundes Leben einen Beitrag zu leisten.

Anwendung

Rosmarintee ist wohl die beliebteste Anwendungsmöglichkeit. Ein gut gehäufter Löffel Rosmarinblätter pro Tasse gilt als klassische Mengenangabe. Nach etwa 10 Minuten abgießen und den Tee genießen. Dies eignet sich besonders zur Stärkung nach Erschöpfungszuständen. Während einer Schwangerschaft gilt es jedoch, auf den Tee zu verzichten! Auch bekannt ist das Rosmarinbad. Kochen Sie 50 g Rosmarinblätter in einem Liter Wasser auf und lassen Sie die Mischung für eine Stunde ziehen. Diese Mischung danach zum normalen Badewasser beimengen.

Kulinarik

Rosmarin verfeinert Suppen, passt ideal zur mediterranen Küche und auch zu diversen Braten und Saucen. Dabei kann man ganze Stängel oder auch einzelne Blätter beilegen oder auf fertige Gewürzmischungen mit Rosmarin zurückgreifen. Zu große und dauerhafte Hitze schadet jedoch dem Rosmarin. \\ Aus APOVITAL 3/2017

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