Ein Kreuz mit dem Kreuz - Bürohaltung

Es ist und bleibt ein Kreuz mit dem Kreuz

Office-Krankheiten: Kreuzschmerzen
Jeder fünfte Tag im Krankenstand erfolgte laut des Fehlzeitenreports 2015 aufgrund von Erkrankungen des Muskel–Skelett–Systems und des Bindegewebes. Eine der Ursachen ist das falsche und lange Sitzen.

Acht Stunden und mehr im Bürosessel zu sitzen, ist eine große Belastung für unsere Muskeln und unser Skelett. Verhindern lässt sich das aber natürlich nur schwer – Kreuz-schmerzen sind die häufige Folge. Im Volksmund wird die Bezeichnung Kreuzschmerzen gerne generell für Rückenschmerzen verwendet, tatsächlich handelt es sich bei Kreuzschmerzen um Probleme im unteren Rückenbereich und der „unteren Wirbelsäule“. Die Ursachen für den Kreuzschmerz können recht vielfältig sein. Ein eingeklemmter Nerv kann sehr plötzlich auftreten, auch verspannte Muskeln brauchen nur wenig „Vorlaufzeit“, um sich schmerzhaft in Szene zu setzen. Anders ist es hingegen bei Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule, welche auch als Auslöser für Kreuzbeschwerden in Frage kommen. Diese Schmerzen können zwar durchaus von heute auf morgen kommen, die Abnutzung der Wirbelsäule ist allerdings meist ein doch recht langwieriger Prozess. Das viele und insbesondere falsche Sitzen trägt einen beträchtlichen Teil bei all diesen Beschwerden bei.

Wir von APOVITAL haben für unsere LeserInnen das Wichtigste kurz und bündig zusammengefasst, damit ihr Büroalltag beschwerdefreier über die Bühne gehen kann.

Achten Sie genau auf Ihre Sitzposition und überprüfen sie diese auch regelmäßig. Oft passiert es, dass man sich zu Beginn des Tages zwar richtig hinsetzt, aber schon nach kurzer Zeit verfällt man in eine falsche (gewohnte) Sitzposition. Dies können sie kontrollieren, ­
indem Sie zumindest alle 30 Minuten kurz aufstehen, ein paar Schritte gehen (der Wasserspender bietet sich oft als guter Zielort an) und sich danach wieder gezielt setzen. Oder Sie wenden sich an Ihre KollegInnen und machen sich gegenseitig auf eine falsche Sitzposition aufmerksam. Zu jeder vollen Stunde noch eine kleine Entspannungsübung einbauen (z. B. Augen schließen und einmal richtig durchstrecken) und schon ist ein Schritt hin zu einem gesünderen Rücken und weniger Kreuzleiden getan. Auch das Mobiliar kann eine entscheidende Hilfe gegen Kreuzschmerzen darstellen. Höhenverstellbare Schreibtische sind eine geniale Erfindung! Somit können Sie den Tisch auf die ideale Höhe für Ihre Körpergröße einstellen. Die Abwechslung zwischen Stehen und Sitzen verringert die Belastungen für einzelne Körperteile. Arbeiten Sie jedoch nur im Stehen, kann dies wiederum die Belastung, zum Beispiel für das Knie, erhöhen. Die gesunde Mischung macht’s. Auch beim Bürostuhl sollte nicht gespart und dessen Abnutzungserscheinungen nicht außer Acht gelassen werden.

Leiden Sie bereits an Kreuzschmerzen?

Sollten Sie bereits an Kreuzschmerzen leiden, mindert etwas Wärme die Schmerzen. Schonende Mittel gegen die Schmerzen erlauben, dass Sie wieder etwas an Bewegungsfähigkeit zurückgewinnen. Verharren Sie nicht zu lange in einer Schonhaltung, dies kann die Schmerzen auf Dauer erhöhen. Eine Konsultation beim Arzt oder Apotheker sollte nicht nur in Betracht gezogen werden, sondern ist absolut empfehlenswert um die genaue Ursache der Schmerzen zu eruieren und chronische Beschwerden zu verhindern.

Fehler, die man beim Sitzen Tunlichst vermeiden sollten:

Rundrücken

Wenn man krumm vor dem Bildschirm sitzt, biegt sich die Wirbelsäule nach vorne. Die Bandscheiben werden belastet und auch die Hüfte nimmt eine „unnatürliche“ Position ein. Daraus entstehen auf Dauer Verspannungen, die wiederum Schmerzen im Kreuz auslösen können.

Kopf nicht nach vorne neigen

Wenn man den Kopf wie eine Schildkröte nach vorne streckt um mehr oder besser zu sehen erhöht dies die Belastung auf den Nacken. Auch die Wirbelsäule gerät durch das „nach vorne beugen“ schnell aus der idealen Position. Gerne wird dieses Phänomen auch als Geierhals bezeichnet. Besser ist es, den Bildschirm als den Kopf nach vorne zu bewegen.   \\ Aus APOVITAL 3/2017

Markiert in:                                                                 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: