Heilpflanze zur Appetitanregung - Gänseblümchen

Heilpflanze zur Appetitanregung? Gänseblümchen

Gänseblümchen wecken bei vielen wohl so manche Erinnerungen an die Kindheit. Aber auch als Heilpflanze sind die Gänseblümchen bekannt. Neben der Appetitanregenden Wirkung greift die Volksmedizin auch bei Husten gerne auf das Gänseblümchen zurück.

Botanik

Das Gänseblümchen gehört zu den am meisten verbreiteten und dadurch auch bekanntesten aller Pflanzen. Ob in Gärten, Feldern oder in dünnen Asphaltspalten, beinahe überall findet das Gänseblümchen einen Platz zum Wachsen und Gedeihen. Bis zu 15 cm, bei idealen Bedingungen und viel Sonne auch noch ein wenig höher, kann die Pflanze gen Himmel empor wachsen. Auf dem Blütenspiel entstehen Köpfchenblüten mit zahlreichen Strahlenblüten. Scheint die Sonne, so öffnet sich die Pflanze und streckt buchstäblich die Blüten der Sonne entgegen. Über Nacht und bei Regen verschließt sich das Haupt der Pflanze hingegen und sieht beinahe etwas traurig aus.

Geschichte

Der Ursprung der Gänseblümchen liegt im Mittelmeerraum. Da das Gänseblümchen recht robust ist und nur wenig Bedürfnisse hat, ist das Verbreitungsgebiet mittlerweile weit fortgeschritten und sie ist als Neopyht an vielen Orten der Welt beheimatet. Die heilende Wirkung der Gänseblümchen ist auch schon seit langer Zeit bekannt, so berichtete bereits Hieronymus Bock über die Wirkkraft der Gänseblümchen

Wirkstoffe

Die Wirkstoffe des Gänseblümchens sind ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine, Flavonoide und Anthoxanthin. Daraus ergibt sich u. a. die Wirkkraft als antibakterielle, fettsenkende und blutstillende Heilpflanze.

Heilwirkung

Besonderes Augenmerk wollen wir auf die Gerbstoffe werfen, denn diese gelten als wirkungsvolle Appetitanreger. Die Gerbstoffe sind dafür verantwortlich, dass die Produktion von Verdauungssäften (in Magen, Galle und Leber) angeregt wird. Auf die antibakterielle Wirkkraft des Gänseblümchens wird in der heutigen Zeit jedoch etwas weniger gebaut, so besinnt man sich wieder verstärkt auf die Wirkung als Appetitanreger und auch als Mittel gegen Husten.

Anwendung

Wie wir im Abschnitt „Kulinarik“ noch erfahren werden, lassen sich Gänseblümchen auch problemlos essen, aber als Heilkraut ist die Anwendung in Form eines Tees verbreitet. Die Zubereitung ist einfach und unkompliziert. Zwei bis drei Teelöffel frische Gänseblümchen mit ca. 300 ml Wasser übergießen. Daraufhin den Tee für etwa zehn Minuten ziehen lassen und abschließend abseihen. Es lassen sich auch getrocknete Gänseblümchen dafür verwenden, allerdings sollte dann die Menge deutlich reduziert werden. Gern werden auch Gänseblümchen in diversen Teemischungen beigemengt. Auch in diversen Salben und Ölen finden sich Extrakte des Gänseblümchens wieder.

Kulinarik

Die Essbaren Blüten der Gänseblümchen finden sich gern als essbare Verzierungsmaßnahme auf den Tellern wieder. Aber auch in manchen Gerichten lassen sich Spuren von Gänseblümchen nachweißen. Gänseblümchen sind zwar geruchlos, schmecken jedoch etwas nussig und sind somit gut geeignet, um zum Beispiel ein Dessert weiter zu verfeinern. Aber auch zur Herstellung von Käse können Gänseblümchen verarbeitet werden. Oder, ganz einfach, machen Sie sich einmal ein Butterbrot mit Gänseblümchen. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern gibt auch eine frisch-nussige Note. \\ Aus APOVITAL 5/2017

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