Ölgefäß - Öltherapie

Die Öltherapie

Mit Hilfe der entgiftenden Wirkung der Öltherapie lassen sich unerwünschte Parasiten und Stoffe aus dem Körper auf natürliche Art und Weise entfernen.

Vielen von Ihnen wird wohl die Bezeichnung Ölziehen geläufiger vorkommen. In manchen Teilen der Welt ist diese Heilmethode schon seit Jahrtausenden Tradition, hier zu Lande scheint es, dass das Ölziehen zwar immer wieder in Mode kommt, aber der dauerhafte Durchbruch noch nicht ganz gelungen ist. Die Therapieform baut auf die entgiftende Wirkung diverser Öle und deren Fähigkeiten, Giftstoffe „auszu­schwemmen“. Aufgrund dieser Wirkung wird Personen mit Amalgamfüllungen sicherheitshalber empfohlen, auf das Ölziehen zu verzichten.

Die Ursprünge des Ölziehens sind in der ayurvedischen Lehre zu finden

Mit der Geburtsstunde der ayurvedischen Lehre wurde bereits auf die heilende Wirkung diverser Öle eingegangen und in dem „Klassiker der Ayurveda“, der Charaka-Samhita wird spezifisch das Ölziehen erwähnt. Insofern kann das Ölziehen durchaus auch als ein (Teil-) Gebiet der ayurvedischen Lehre angesehen werden. Nach Mitteleuropa fand die Öltherapie verstärkt erst in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Ein russischer Arzt, Dr. Fedor Karach, gilt als die Person, die dem Ölziehen neue Energie verliehen hat und auch die breite Masse davon in Kenntnis setzte. Bei einer Veranstaltung in der Ukraine berichtete Dr. Karach von der schier unglaublichen Wirkung des Ölziehens. Bei ihm selbst soll die Öltherapie eine chronische Blutkrankheit und eine Arthritis-Krankheit geheilt haben und bei seinen Patienten auch Dutzende von anderen Krankheiten.

Ölziehen? Wie macht man das?

Der ideale Zeitpunkt ist gleich morgens, am besten noch bevor man frühstückt und sich die Zähne putzt. Man nimmt etwas Öl in den Mund (1TL ist schon ausreichend) und lässt dieses Öl durch den Mundraum fließen. Das Durchspülen sollte zumindest 15 Minuten dauern. So kann das Öl überall hinfließen und die Wirkungskraft freisetzen. Besonders wichtig ist dabei die Qualität des Öls. Das Öl muss absolut frei von chemischen Zusätzen sein. Da jedes Öl besondere Eigenschaften besitzt, ist es schwer, ein bestimmtes Öl hervorzuheben. Manche schwören auf Sonnenblumenöl, andere weisen auf die Vorteile des Kokosöls hin. Einen guten Ruf haben sich das Leinöl und das Hanföl gemacht. Eine Möglichkeit ist natürlich, von Tag zu Tag ein anderes Öl zu verwenden und so im Laufe der Zeit alle spezifischen Vorteile der einzelnen Öle zu genießen. In der Apotheke finde Sie qualitativ hochwertige Öle.

Wichtig: Das Öl darf nicht geschluckt werden!

Auf das Gurgeln oder auch jede andere Tätigkeit, durch welche das Öl versehentlich geschluckt werden kann, sollten Sie daher strickt verzichten. Man muss das Öl nicht mit Hilfe von wilden Kopfbewegungen von einer Seite auf die andere „schleudern“, ein ganz gemütliches und ruhiges hin und her ist schon absolut ausreichend und führt auch zu keinen Verspannungen. Das Öl vermischt sich dabei ganz von selbst mit dem Speichel. Nach den mindestens 15 Minuten des Durchspülens sollte die Flüssigkeit auf ein Papiertaschentuch gespuckt und über den Müll entsorgt werden. Der Mund muss ausreichend mit lauwarmem Wasser ausgespült werden.

Wie wirkt das Ölziehen?

Das Öl gelangt bei richtiger Anwendung in alle noch so schwer zu erreichende Winkel im Mundbereich. Dort ist das Öl in der Lage, Giftstoffe, Bakterien und Keime sozusagen einzusammeln und quasi in das Öl einzuschließen. Potenzielle Krankheitserreger werden so von den Schleimhäuten und allen anderen Bereichen, wo Sie Schaden anrichten können, entfernt. Sind diese unerwünschten Partikel eingesammelt, so entkommen sie nicht mehr. Als weitere positive Nebeneffekte der Öltherapie gilt die Aktivierung der Speicheldrüse, und auch die Stimulation der Zunge. Ähnlich wie bei der Fußreflexzone, hat auch die Zunge Reflexzonen, denen eine positive Beeinflussung des ganzen Körpers nachgesagt wird. Die Öltherapie sollte jedoch nicht als Alternative zum Zähneputzen verstanden werden.
Interessieren Sie sich für diese Therapiemethode? In gut sortierten Buchhandlungen finden Sie die passende Literatur und Informationen. Erkundigen Sie sich in der Apotheke. \\ Aus APOVITAL 3/2017

Markiert in:                                                                                             

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: